23.01.2018: 14.15 - 15.45 Uhr, P1: RVL Zeugenschaft: Zukunft der Zeitzeugenschaft als Herausforderung für die politische Bildung

Dr. phil. Caroline Hornstein Tomic, Fachabteilungsleiterin, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn

Zeitzeugenschaft war in der Geschichtswissenschaft immer eine umstrittene Instanz. Doch was heißt es für die historisch-politische Bildung, wenn Augenzeugen nicht mehr von ihren Erlebnissen berichten und nicht mehr befragt werden können? Welcher Status kommt Zeitzeugenschaft in einer mediatisierten und digitalisierten Gesellschaft zu? Wo Technologien der Bildbearbeitung Authentizität vortäuschen und manipulieren muss Medienbildung Teil von historisch-politischer Bildung sein.

Zur Person Dr. phil. Caroline Horstein Tomic

18.01.2018: 18.00 - 21.00 Uhr, P3: Filmvorführung "Meine Brüder und Schwestern im Norden"

Das Fach Kulturanthropologie lädt zu einer Filmvorführung mit anschließender Diskussion mit der Regisseurin in den Hörsaal P3 ein. Es spricht:

Prof. Sung-Hyung Cho, Saarbrücken, zu ihrem Film:

Meine Brüder und Schwestern im Norden (Farbfilm Home Entertainment GmbH & Co. KG, 2016)

Die Filmvorführung und Diskussion finden im Rahmen der begleitenden Übung zum kulturwissenschaftlichen Dokumentarfilm zum Thema „Grenzen – Grenzgänger – Grenzüberschreitung“ statt. Gäste sind herzlich willkommen!

16.01.2018: 14.15 - 15.45 Uhr, P1: RVL Zeugenschaft: Gegenwart ausstellen. Zwischen Dokumentation und Storytelling am Beispiel von "HEIMAT. Eine Grenzerfahrung"

Sibylle Lichtensteiger, Leiterin Stapferhaus Lenzburg


GELD, HEIMAT oder FAKE - das Stapferhaus stellt gesellschaftlich brisante Themen zur Diskussion und erreicht damit ein breites Publikum. Am Anfang der Ausstellungsprojekte stehen keine Objekte, sondern Themen und Ziele und eine breite interdisziplinäre Recherche. Sibylle Lichtensteiger gibt anhand der Ausstellung "HEIMAT. Eine Grenzerfahrung" einen Blick hinter die Kulissen frei und erzählt u.a. warum vor der HEIMAT ein großes Riesenrad seine Runden dreht.

 

Zur Person Sibylle Lichtensteiger

09.01.2018: 14.15 - 15.45 Uhr, P1: RVL Zeugenschaft: Geschichten erZeugen - Zeugenschaft im Journalismus

 Prof. Dr. Katja Schupp, Journalistisches Seminar der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Möglichkeiten der Digitalisierung haben Zeugenschaft im Journalismus grundsätzlich verändert, nicht selten erschüttert: Welche Auswirkungen hat die aktuelle journalistische Arbeitspraxis auf Zeugenschaft und deren Inhalte und wie glaubwürdig sind Zeugen und Zeugnisse in Zeiten digitaler Manipulation? Der Vortrag betrachtet Zeugenschaft im Journalismus entlang des journalistischen Arbeitsprozesses: Dabei geht es nicht nur um die Bedeutung von Zeugnissen im sachlich orientierten Bericht, sondern vor allem auch für das emotionalisierende Erzählen: Das Erzeugen von Geschichten.

Zur Person Prof. Dr. Katja Schupp

19.12.2017: 14.15 - 15.45 Uhr, P1: RVL Zeugenschaft: Das Bild als Zeuge – Amateurvideos von Krieg, Flucht und Migration

Kathrin Brinkmann, Redakteurin ZDF/ARTE

Wenn wir wissen wollen, was in entfernten Kriegen vor sich geht, müssen wir uns in der Regel auf Zeugnisse anderer verlassen. Das Internet eröffnet hier ein Archiv in neuer Größenordnung und Form und auch wenn wir viele dieser Augenzeugenberichte für dokumentarisch halten, so können wir uns ihres Wahrheitsgehaltes nie ganz sicher sein. Anhand dreier dokumentarischer Produktionen für Fernsehen und Kino wird mein Vortrag Bedingungen von Zeugenschaft, Erzähl- und Deutungsmacht im Zeitalter des Internets erkunden.

Zur Person Kathrin Brinkmann.

05.12.2017: 14.15 – 15.45 Uhr, P1, RVL Zeugenschaft: Materielle Zeugenschaft und performative Intervention

Dr. Michael Bachmann, University of Glasgow, GB

Ausgehend von The Place of the Thing, einer Arbeit der Theatermacher Roger Bernat und Roberto Fratini, welche sich kritisch mit Fragen nach Gemeinschaft, Bezeugbarkeit und Dokumentation auseinandersetzt, behandelt der Vortrag eine Reihe von Fallstudien aus dem Theater- und Museumskontext. Er untersucht dabei die unterschiedlichen Ansprüche auf Zeugenschaft, die der eben beschriebene Vorfall formuliert, und die sich auf das Verhältnis von materieller Zeugenschaft – angeblich in Objekten niedergelegt – und performativer Intervention (z.B. dem Diebstahl des Steins) beziehen lassen.

Zur Person Dr. Michael Bachmann

04.12.2017: 18-20.00 Uhr, P7, Gastvortrag: „Undankbares Jammern oder berechtigte Klage? - Eine Ethnographie des Unmuts in Ostdeutschland“

Der Vortrag von Dr. phil. Juliane Stückrad, Jena, basiert auf einer ethnographischen Forschung im Elbe-Elster-Kreis im Süden Brandenburgs, die Juliane Stückrad im Rahmen ihrer Dissertation unternahm. Das Interesse dieser ethnographischen Arbeit galt der Wahrnehmung und der Darstellung der Welt aus der Negativperspektive. Die interdisziplinär angelegte Auseinandersetzung mit dem homo maledicens – dem schimpfenden Menschen – bildet die Grundlage des Versuches über eine ethnologische Theorie des Schimpfens. Die Erforschung des Unmuts der Menschen im Süden Brandenburgs beinhaltet auch die Auseinandersetzung der Forscherin mit ihrem eigenen Unmut im Feld. Ausgehend von Unmutsbekundungen seiner Bewohner erscheint das Forschungsfeld als verwalteter Raum, Bedeutungs- und Gefühlsraum. Der alltägliche Unmut angesichts des gesellschaftlichen Wandels im Osten Deutschlands seit 1989 wird als Strategie der Anpassung betrachtet und wirft Fragen auf, wie mit diesem Unmut im gesamtdeutschen Diskurs umgegangen wird.

“Koreanische Kriegserinnerungen” erschienen

In der Reihe “Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde” der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz e.V. ist der neue Band “Koreanische Kriegserinnerungen” erschienen. Das Buch kann direkt über den Waxmann-Verlag bestellt werden.

[Koreanische Kriegserinnerungen]

Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie / Volkskunde,
Band 15

Sandra Keßler
Koreanische Kriegserinnerungen
Münster/New York/München /Berlin 2017. 356 Seiten
ISBN 978-3-8309-3689-3
Preis: € 39,90
Buch bestellen

07.12.2017 - 09.12.2017: Format Matters. Theories_Histories_Practices (Interdisciplinary conference)

Format Matters.

Theories_Histories_Practices

Interdisciplinary Conference, 7-9 December 2017
Venues: Alte Mensa (JGU Campus), Haus am Dom (Liebfrauenplatz 8)

The international conference Format Matters at Johannes Gutenberg University of Mainz brings together scholars from a variety of disciplinary backgrounds to explore the cultural meaning, social dynamics and aesthetic effects of media formats.

“Format” can refer to a great range of very dissimilar objects, practices and cultural registers: From the size or folding of a book to the shape, color and “weight” of a film; from the durational rhythms of a television program and syntactic orderings of a computer file to formalized ways of recordkeeping, cataloging and description. Formats are historically specific modes of organizing sensory experience that inscribe the economic, technological and cultural conditions of a particular age into concrete objects. Format is the categorizing instrument that allows us to meaningfully understand the hierarchy of cultural and material gradations by which “tabloid” is related to “broadsheet”, or 8mm film is differentiated from a Laserdisc.

Despite the central role it plays for film, television, media and literary studies, questions of format have thus far remained subordinate to form, content or genre. Only recently, with the appearance of a number of case studies across various media, the study of formats began experiencing increased urgency, with media historian Jonathan Sterne even suggesting the necessity of a field of ‘format theory’. Building on this important previous work, Format Matters aims to further the methodological and theoretical concerns and contribute towards a deeper understanding of the function of formats in media culture.

Visit the website for more information.

24.10.2017 - 06.02.2018: Ringvorlesung: Phantom-Film-Kunst-Medien

In Kooperation mit der Kunsthochschule Mainz startet am 24.10.2017 immer dienstags von 18-20 Uhr die Ringvorlesung Phantom// Film// Kunst// Medien.

Die Vortragsthemen und die jeweilige Örtlichkeit entnehmen Sie bitte dem Programm.

Ringvorlesung: Zeugenschaft. Kulturen und Konjunkturen einer Wissenspraxis, WS 2017

Am 17.10.2017 startet die Ringvorlesung "Zeugenschaft. Kulturen und Konjunkturen einer Wissenspraxis" immer dienstags von 14:15 bis 15:45 Uhr im Hörsaal P1.

Sowohl gesellschaftliche als auch individuelle Erinnerungsprozesse finden derzeit vermehrt digital statt. Die sich verändernden Medienkulturen bedingen jedoch auch einen grundsätzlich im Wandel begriffenen Umgang mit Zeugenschaft. In Zusammenarbeit aller IFTeK Disziplinen sollen innerhalb der Ringvorlesung sowohl Lehrende, als auch Gastreferent_innen aus Wissenschaft und Praxis dem erlernten, tradierten und gelebten Umgang mit Konzepten des Wahrmachens und des Beglaubigens an konkreten alltäglichen Umsetzungen und Aushandlungen von Zeugenschaft nachgehen.

Das Vortragsprogramm finden Sie hier.

Neu: Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie / Volkskunde

Anne-Christin Lux
Das Erbe der Morloks
Untersuchungen über das Wirken einer Heilerdynastie im Nordschwarzwald
2017, Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie / Volkskunde, Band 14, 422 Seiten, geb., mit zahlreichen Abbildungen, 44,90 €, ISBN 978-3-8309-3655-8
E-Book: 39,99 €, ISBN 978-3-8309-8655-3

Die Entdeckung eines Handschriftenkorpus aus dem 18. sowie 19. Jahrhundert, der 2005 auf einem Bauernhof im Nordschwarzwald entdeckt wurde, bot Anlass zu dieser Untersuchung. Der volkskundlich sehr interessante und seltene Fund besteht u.a. aus Rezepturen zur Arzneiherstellung, Segens- und Beschwörungsformeln und Amuletten sowie Zauberzeichen. Diese Schriften befanden sich im Besitz der Familie Morlok, von der einzelne Vertreter bis Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur den Hof bewirtschafteten, sondern auch als Heiler bzw. Laienbehandler wirkten. Dieses vor Ort nicht in Vergessenheit geratene Wissen wurde nach dem Schriftenfund erneut aufgegriffen, wobei jedoch die – vor allem mediale – Aneignung der Heiler-Thematik in einer Verklärung der Akteure, traditioneller Heilweisen, alternativer Medizin usw. kulminierte. Deswegen werden in der Arbeit nicht nur die Schriften, sondern auch die gegenwärtige Rezeption der Heiler-Vergangenheit untersucht.

Weitere Informationen finden Sie hier

Das Fach Kulturanthropologie/Volkskunde zieht um!

Am 18. Mai 2017 ziehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Faches Kulturanthropologie/Volkskunde auf dem Campus um. Der neue Standort des Faches wird im 2. Stock des neuen Philosophicums II  sein (Neubau neben dem Philosophicum I). Bitte berücksichtigen Sie, dass es in den Tagen des Umzug und danach bei der telefonischen und digitalen Kommunikation zu Problemen kommen kann.

 

Neue Postanschrift:

Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft

Fach Kulturanthropologie/Volkskunde

Philosophicum II (Neubau), 2. OG

Jakob-Welder-Weg 20

55099 Mainz

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen Sie in Zukunft in folgenden Räumen des Gebäudes:

 

Dominique Conte MA                                                                                             02-310

Julia Gehres MA                                                                                                     02-310

Dr. Sandra Keßler                                                                                                   02-306

Johanne Lefeldt MA                                                                                                02-310

PD Dr. Christina Niem                                                                                             02-306

Dr. Oliwia Murawska                                                                                               02-305

Dr. Thomas Schneider                                                                                            02-302

Jun.-Prof. Dr. Sarah Scholl-Schneider                                                                    02-301

Annabelle Schülein MA                                                                                           02-310

Andrea Sell MA                                                                                                       02-309

Univ.-Prof. Dr. Michael Simon                                                                                02-309

Jun.-Prof. Dr. Mirko Uhlig                                                                                       02-305

Neuerscheinung der Zeitschrift der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz

Der 32. Jahrgang der Zeitschrift der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz ist erschienen. Der Band versammelt die Ergebnisse des jüngsten großen Masterprojekts, das auf einer Veranstaltung am 6. Mai 2017 an der Johannes Gutenberg-Universität präsentiert wurde. Im Mittelpunkt der Nachforschungen stand die Studentenrevolte 1968 in Mainz. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

GLK-Schwerpunktprojekt Blended Learning im Fach Kulturanthropologie/Volkskunde

Das aus einem Drittelmittelprojekt heraus entwickelte Praxisseminar „Reden-lassen?" Planung, Durchführung und Aufbereitung qualitativer Interviews wird im Rahmen des GLK-Schwerpunktprojekts in ein Blended Learning-Format überführt. Weitere Informationen finden Sie in der Kurzbeschreibung des Projekts.

DFG-Forschungsprojekt: Schamanismus in der Eifel

Pressemitteilung zum abgeschlossenen DFG-Forschungsprojekt: Schamanismus in der Eifel verbindet Gesundheitsfürsorge und Sinnsuche in Reaktion auf aktuelle gesellschaftliche Zustände. Die Meldung finden Sie hier und hier.

Information für alle Erstsemester in der Theaterwissenschaft und Kulturanthropologie/Volkskunde

Liebe Erstsemester!

Wir freuen uns, Sie am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz begrüßen zu können. Der Start zum Wintersemester wird für Sie und uns mit einigen Improvisationen verbunden sein. Nach vielen Jahren wurden für die Fächer Kulturanthropologie/Volkskunde und Theaterwissenschaft die Zulassungsbeschränkungen (NC) für Studieninteressierte aufgehoben. Das hat dazu geführt, dass auf beide Fächer zum Wintersemester ein wahrer Ansturm eingesetzt hat, der nun zu bewältigen ist. Die Universitätsleitung hat bereits darauf reagiert und dem Institut ganz kurzfristig zusätzliche Stellen zur Betreuung der neuen Studierenden bewilligt. Mit kleinen Verzögerungen und ein paar Kompromissen werden wir den Semesterstart für Sie in den nächsten Tagen möglichst reibungsfrei organisieren. Sollten Sie dennoch Probleme oder Fragen haben, zögern Sie bitte nicht und sprechen die Lehrenden oder Mitarbeiter/innen im Studienbüro an!

Neuerscheinung "Schamanische Sinnentwürfe?"

In der Reihe "Mainzer Beiträge zur Kulturanthropologie/Volkskunde" ist die Dissertation von Mirko Uhlig erschienen: "Schamanische Sinnentwürfe? Empirische Annäherungen an eine alternative Kulturtechnik in der Eifel der Gegenwart"  ... 

Melden Sie sich jetzt an für den neuen N e w s l e t t e r der Theaterwissenschaft:
Sie werden hier versorgt mit Informationen zu Aktivitäten und Veranstaltungen der Theaterwissenschaft an der JGU, außerdem schicken wir Stellenangebote/Praktikumsausschreibungen oder Aufrufe zur Teilnahme an Projekten aktueller und ehemaliger Studierender bzw. von Kooperationspartnern der Theaterwissenschaft herum.
Bitte melden Sie sich mit einer Mailadresse an, die Sie ggf. auch nach Ihrem Studium noch verwenden, sofern Sie die Informationen weiterhin erhalten und mit der Theaterwissenschaft in Kontakt bleiben möchten.
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Wichtige Informationen für Studieninteressierte und Studienbewerber_innen
Liebe Studieninteressierte,
liebe Studienbewerber_innen,

zum Wintersemester 2016/17 treten vorbehaltlich der Veröffentlichung im Veröffentlichungsblatt der Johannes Gutenberg-Universität in den Bachelor-Studiengängen am Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft neue Prüfungsordnungen (POs) in Kraft. Wichtige, für Sie relevante Informationen dazu bekommen Sie hier: ... 
Neuerscheinung „Cowboy und Indianer – Made in Germany“

In der Zeitschrift "Informationen der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz" ist die Neupublikation „Cowboy und Indianer – Made in Germany“ erschienen. Sie bildet den Abschluss des großen Projekts im Masterstudiengang Kulturanthropologie/Volkskunde, das im SoSe 2015 und WiSe 2015/2016 in Kooperation mit dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe durchgeführt wurde.  ...