Werkstattgespräch mit dem russischen Regisseur Alexej Fedortschenko aus Jekaterinburg

Seit seinem Debüt „Die Ersten auf dem Mond“ von 2004 (ausgezeichnet in Venedig) irritiert der auf den internationalen Festivals gefeierte Regisseur mit seinen exzentrischen und surrealistischen Dramen die Filmwelt: Kritiker und Zuschauer rätseln, ob seine Filme dokumentare Rekonstruktionen, ethnographische Fakes, freie Fantasien oder groteske unverstellte Realität sind, was die Begeisterung für die expressiven Bilder, sibirischen Landschaften und eigenwilligen Darsteller nicht mindert.

Sein jüngster Film, „Engel der Revolution“ (2014), gründet sich auf ein reales Ereignis – den Aufstand der sibirischen Schamanen gegen die Kulturbringer der Sowjetmacht Ende der 1920er Jahre. Er macht daraus eine tragische Parabel auf die Kollision von Avantgarde und archaischer Kultur. Die einen verstehen die Sprache der Bäume und Tiere, jedoch nichts vom Schwarzen Quadrat, das die anderen ihnen so schmackhaft machen wollen.

Die Filme von Alexej Fedortschenko, „Engel der Revolution“ und „Stille Seelen“, laufen am 18. und 20.1., jeweils um 20:00 Uhr, im Kino „Caligari“, Wiesbaden, gefolgt von einem Gespräch mit dem Regisseur.